Die feierliche Krönung des Gnadenbildes im Auftrag von Papst Pius XI.

Kaiserin von Aachen und Hilfe der Christen

Die älteren Brevieranhänge des Bistums Aachen von 1967 beschreiben zum Datum des 17. Juli (Kirchweihfest des Aachener Doms), die feierliche Krönung des Aachener Gnadenbildes in 1927 im Auftrag von Papst Pius XI. unter dem Titel „Hilfe der Christenheid“ (siehe nachfolgend Lesung VI).

Genau diese Krönung durch Papst Pius XI. soll nun nach Gusto der Initiatoren mit dem Wettbewerb „Ein Kleid für Maria“ geschmälert werden.

Bild: Marien-Altar mit Gnadenbild im Aachener Dom, Aufschrift: „O Maria, Helferin der Christen, bitte für uns!“

Lesung aus dem Proprium vom Kirchweihfest des Aachener Doms

IN DEDICATIONE ECCLESIAE CATHEDRALIS AQUISGRANENSIS

Lesung IV:

Karl der Große erbaute zu Aachen „nach eigenem Plan“ aus Liebe zu Gott unserem Herrn Jesus Christus und zu Ehren der heiligen Jungfrau Maria, seiner Mutter, die Kirche seiner Pfalz, die man später die „Kapelle“ nannte. Er stattete diesen „Wunderbau“ aufs reichste aus und gründete an ihr ein Kollegium von Geistlichen und eine Sängerschule.
In dieser Kirche wurde Karl der Große am Tage seines Todes im Jahre 814 beigesetzt. Hierher wallfahrten von Anfang an viele Menschen, um zur „Herrin der Welt“ zu beten, die Reliquien, die an das irdische Leben des Erlösers und seiner Mutter erinnerten, sowie die Reliquien vieler Heiligen, die von Karl dem Großen dort zusammengetragen waren, zu verehren und vor den sterblichen Überresten des großen Kaisers seiner als des himmlischen Schutzpatrons des Heiligen Reiches zu gedenken.

Lesung V:

Aus diesem Grunde wurde „die königliche Kirche der heiligen Maria zu Aachen“ der Ort der feierlichen Krönung und Thronsetzung von mehr als dreißig Königen des Reiches.
Aus der Liebe des Volkes und der Freigebigkeit der Könige wurde die Kirche, um die Feier des Gottesdienstes zu erhöhen, vielfach durch den Anbau der Kapellen und vor allem des hohen Chores erweitert und aufs herrlichste mit kostbaren Geräten ausgestattet.

Eine alte Überlieferung glaubte, dass Papst Leo III. anlässlich seines Aufenthaltes am Hofe Karls des Großen die Kirche der Aachener Pfalz am 6. Januar 805 feierlich geweiht habe. Sein Andenken wird durch eine besondere Erwähnung im Gottesdienst und durch verschiedene Bilder geehrt.
Dennoch ist seit unvordenklichen Zeiten stets der 17. Juli als der Tag der dedicatio aquensis weit und breit gefeiert worden

Lesung VI

Zu diesem Festtag gehört seit dem dreizehnten Jahrhundert „die siebenjährige Jubelfeier der Zeigung der Heiligtümer„, die in dem wunderbaren Marienschrein inmitten des Chores aufbewahrt werden. Zu dieser Feier kommen bis zum heutigen Tage große Scharen frommer Pilger aus allen Ländern und Völkern Europas.

Die Schutzpatronin für den Dom und das Bistum Aachen ist die allerseligste Jungfrau Maria. Das Patronatsfest feiert man am Tage der Aufnahme Mariens in den Himmel. Das berühmte Gnadenbild unter dem Titel „Hilfe der Christen“ wurde im Jahre 1927 im Auftrage Papst Pius XI. feierlich gekrönt.

Zur Zeit des ersten Bistums Aachen von 1801 bis 1821 war das Gotteshaus Bischofskirche. Bei der neuerlichen Errichtung der Diözese Aachen wurde 1930 die uralte Kirche der heiligen Maria wiederum zur Würde der Kathedrale erhoben.


Aufnahmen der prächtigen ursprünglichen Ausstattung des Aachener Doms:

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