Ein Kleid für Maria Petition

Aachener Dom, erbaut zu Ehren der Allerseligsten Jungfrau

Der Dom ist Audruck einer großen Vision: Die ganze Gesellschaft wollte Karl der Große auf ein Ziel hinlenken: Die Verwirklichung eines christlich-europäischen Planes. Dieser Plan trug und trägt als Siegel den Namen der Mutter Christi als “Maria Kaiserin” und “Hilfe der Christen”.

Kaiser Karl der Große, Vorbild eines vollkommenen Kaisers

Karl der Große war ein Sohn des Königs Pipin von Frankreich. Er wurde von Papst Leo III. am heiligen Weihnachtsfeste, ohne dass er darum wusste und danach verlangte, feierlich in der Peterskirche zum römischen Kaiser gekrönt.
Er war ein tapferer und mächtiger Herr, aber nicht die goldene Kaiserkrone, nicht seine Tapferkeit, nicht seine Taten machten ihn groß vor Gott, sondern seine Bescheidenheit, seine Demut, seine Buße, sein Eifer für die Ausbreitung und Erhaltung des heiligen Glaubens und seine treue Anhänglichkeit an die heilige Kirche. Er war wahrhaft einer der edelsten Fürsten, die je auf einem Throne saßen und das wahre Vorbild eines vollkommenen Kaisers.
(vgl. Ott, Georg: Marianum, Band 1 S.318ff, Friedrich Pustet Verlag 1869.)

Aachener Dom Geschichte: Erbaut zu Ehren der Allerseligsten Jungfrau
Aachener Dom, deutsches Nationalheiligtum (pixabay ©12019 #139391_960_720)

Das Denkmal seiner Liebe

Das Marienmünster, das als Weltwunder der damaligen Zeit das Staunen der Zeitgenossen hervorrief, sollte den neuen Reichsmittelpunkt bilden und zum Ausdruck bringen:

Maria ist die Imperatrix, die Kaiserin des Reiches.

Aachener Dom Gnadenbild der Allerseligsten Jungfrau Maria

Das Reich, Herzstück Europas, und Maria die eigentliche Herrscherin […] trägt die Symbole der christlich abendländischen Weltherrschaft.

(vgl. Bischof Graber, Rudolf: Ein Bischof spricht über Europa, S. 77)


Karl der Große verehrte besonders die allerseligste Jungfrau und baute ihr zu Ehren mehrere Kirchen. Das schönste Denkmal dieser Liebe und Verehrung U. L. Frau hat er sich in der Stadt Aachen gestiftet, wo er gern verweilte, wo er in seinen letzten Lebensjahren beständig sich aufhielt, und wo er begraben werden wollte.

Es ist dies das Liebfrauen-Münster. Weither ließ er Säulen von Marmor und Porphyr vom hohen Werte und in großer Menge zum Baue bringen, die Türen und Geländer ließ er vom massiven Erz machen, das Dach mit Blei decken. Heiliges Gerät aus dem kostbarsten Metalle und prachtvolle priesterliche Gewänder schaffte er herbei; die Baumeister berief er aus Italien.

Aachener Dom Geschichte: Kaiser Karl der Große
Aachener Dom (pixabay.de ©SofiLayla #2461913_960_720)

Es war ein Prachttempel, wie das Abendland noch keinen sah.
Im Jahre 796 war der Bau vollendet.


(Ott, Georg: Marianum,
Band 1 S.318ff, Friedrich
Pustet Verlag 1869.)

Das Marienmünster wurde zum deutschen Nationalheiligtum, in dem von 813 bis 1531 nicht weniger als 37 deutsche Kaiser und Könige gekrönt wurden. Nach manchen Autoren hätte Karl sogar den Wunsch geäußert, gerade in diesem Marienheiligtum zum Kaiser gekrönt zu werden, um Krone und Zepter gleichsamaus den Händen Mariens zu empfangen.
(Bischof Graber, Rudolf: Ein Bischof spricht über Europa, S. 77)

Die Gnadenschätze des Doms

Aachener Dom Geschichte: Kaiser Karl der Große
Kaiser Karl der Große (pixabay.de ©peter67 #367612_960_720)

In dieser Kirche betete Karl bei Tag und Nacht, da er kein größeres Vergnügen fand, als mit Gott und seiner heiligen Mutter zu verkehren und dies ist auch der Ort, den er mit den seltensten Geschenken bereicherte, die ihm gemacht wurden, nämlich mit den kostbarsten Reliquien Unseres Herrn Jesu Christi, Seiner glorwürdigen Mutter und der Heiligen […]. Diese heiligen Reliquien wurden nebst den andern größeren Heiligtümern von Christus dem Herrn und vieler seiner Heiligen seit Kaiser Karls Tod vom Volke in höchsten Ehren gehalten.(Ott, Georg: Marianum, Band 1 S.318ff, Friedrich Pustet Verlag 1869.)


Kaiserin von Aachen –
Das Gnadenbild im Aachener Dom

Das Gebet vor dem Aachener Gnadenbild hat über Jahrhunderte hinweg eine Gemeinschaft unzähliger Menschen gebildet, die in Maria ihre Mittlerin und Fürsprecherin sahen, die im Heilsplan Gottes eine einzigartige Stellung einnimmt” (Brecher, August: Ave Maria Kaiserin, 1994, S. 120).

Maria ist “die Frau, mit der Sonne bekleidet, den Mond unter ihren Füßen, bekränzt mit 12 Sternen auf ihrem Haupt” (vgl. Offb 12). Der goldene Strahlenkranz Mariens, wie er auch im Bügel der Krone des Aachener Gnadenbildes abgebildet ist, ist ein Zeichen ihres Königtums. Diese 12 Sterne auf dunkelblauem Grund sind Ursprung der Europafahne
(vgl. Roth, H. J.: Haus zweier Welten, 1200 Jahre Aachener Dom, hrsg. v. Domkapitel Aachen, 1999, S. 231).

Aachener Dom Gnadenbild: Kaiserin von Aachen
„Das Zepter gilt als Symbol höchster Gewalt. Erscheint die Gottesmutter auf Darstellungen mit diesem Attribut, soll damit auch ihre bevorzugte Stellung vor allen Heiligen als Himmelskönigin hervorgehoben werden.“
(Graff, M et al.: Maria, Erscheinungen, Wunder und Visionen, 1999, Glossar S. 250)

Das wunderbare Aachener Gnadenbild

Der Aachener Dom ist seit Kaiser Karl dem Großen (+814) der Gottesmutter Maria geweiht. Zu den bekanntesten Mariendarstellungen gehört das Aachener Gnadenbild, das seit alters her verehrt wird. (aus einem offiziellen Pilgerflyer)
Bis heute werden über 30 kostbare Kleider für Maria und das Kind aufbewahrt.

Auf wunderbare Weise Aachener Dom Gnadenbild: Kaiserin von Aachenüberstand das Gnadenbild, die gotische Holzfigur der Maria mit dem Kind, den großen Stadtbrand im Jahr 1656 unversehrt. Die Menschen begannen daraufhin, in Zeiten der Not zu der wundertätigen Statue zu pilgern und die Muttergottes um Schutz zu bitten.

1758/59, als die Marienfigur noch in einem Bethäuschen untergebracht war, der dem Ansturm der Pilger kaum standhalten konnte, erbaute man der verehrten Madonna schließlich eine schlichte Backsteinkapelle, das Roskapellchen, das sich bald zu einem eigenen Marienwallfahrtsort entwickelte.
(Graff, M et al.: Maria, Erscheinungen, Wunder und Visionen, 1999, S.77).

Ein Kleid für Maria: „Nicht wieder sowas Prächtiges für die Himmelskönigin“

Aussagen von der Initiatorin, Frau Dr. Birgitta Falk und des Aachener Domkapitels (welche bis heute nicht negiert wurden, siehe dazu auch das Interview mit dem Initator der Gegenpetition und Antwort auf die FAQ´s der Domschatzkammer):

„Uns ist ganz wichtig, nicht wieder sowas Prächtiges für Maria als Himmelskönigin, sondern Maria als Frau aus dem Volke, Maria als Gegenüber zu der man betet, die eben auch Vermittlerin ist zwischen Himmel und Erde“.

„Anders als bei den bisherigen Gewändern soll es sich nicht um ein Festtagsgewand handeln. Gewünscht ist ein modernes Gewand für den Alltag.“

„Sie soll aus ihrer herrscherlichen Sphäre, in die sie mit ihren kostbaren Gewändern, Kronen, Zeptern und Schmuckstücken gehoben ist, herausgenommen und als Mensch und Gegenüber gezeigt werden.“

Ziel des Wettbewerbs ist es, die sinnliche Gestaltungsqualität von Liturgie und Kirchenraum zu steigern und die Verehrungsformen zu modernisieren – dies in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst.“

 

2 Gedanken zu „Aachener Dom, erbaut zu Ehren der Allerseligsten Jungfrau“

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